Die Betriebskostenabrechnung ist vom Vermieter bzw. Verwalter pünktlich zu erstellen und zu verschicken. Dabei ist darauf zu achten, dass die Regelungen über die Form, den Inhalt und die Fristen eingehalten werden. Auch ist es wichtig, dass alle angefallenen Kosten ordnungsgemäß gebucht und den Verträgen entsprechend verteilt sind.
RELion bietet mit dem Modul für die Betriebskostenabrechnung umfangreiche Funktionalitäten:
automatisiertes Erstellen einer Abrechnung für Eigentümer, Wohnungsmieter, Gewerbemieter etc.
Steuerung des Abrechnungsausdruckes über eine Vielzahl von Optionen.
Einrichtung
Für die Erstellung der Abrechnung ist es zwingend erforderlich, dass alle relevanten Buchungen mit Abrechnungskreisen versehen sind. Damit dies sichergestellt werden kann, wird das Feld Abrechnungskreise verwenden aktiviert.
Zusätzlich kann das Feld Autom. aktual. Objektabrechnungskreis aktiv gesetzt werden, um sicherzustellen, dass beim Anlegen der Abrechnung im Standard-Abrechnungskreis Objekt alle Einheiten des Objekts enthalten sind.
Im Inforegister Nummerierung wird in den Feldern Abrechnung Belegnummern und Wirtschaftsplan Belegnummern eine bereits bestehende Nummernserie ausgewählt, die dann als Rechnungs- und Belegnummer in der Abrechnung bzw. Wirtschaftsplan verwendet wird. Im Feld Ausbuchung Belegnummern wird eine Nummernserie eingetragen, die für die Buchungen des Berichts Ausbuchen offener Vorauszahlungen verwendet werden soll.
Hinweis
Bei der Erstellung der Nummernserie ist darauf zu achten, dass diese maximal 15 Zeichen lang ist.
Im Inforegister Dimensionen werden in der Länderversion Deutschland die Dimensionen der Haushaltsnahen Dienstleistungen nach § 35a EStG bestimmt.
Im Feld Dim.Code § 35 wird der entsprechende Code aus der Dimensionsübersicht ausgewählt. Daraufhin können die entsprechenden Dimensionswerte in den folgenden Feldern eingetragen werden.
In RELion sind für den Ausweis der Haushaltsnahen Dienstleistungen folgende Texte zu den Dimensionen hinterlegt:
Dim.Wert § 35 Handwerker
Handwerkerleistungen nach §35a Abs. 3 EStG
Hinweis
Für Dim.Wert § 35 Material ist kein eigener Text hinterlegt, da der Materialanteil in der Abrechnung lediglich für die jeweilige § 35 Dimension ausgewiesen wird.
Das Erstellen von Dimensionen ist der Business Central Standard Dokumentation zu entnehmen.
Inforegister Buchung
Im Feld Abwarten Abrechnung wird ein Kennzeichen mit maximal drei Zeichen eingetragen, dieses wird dann beim Holen der Vorauszahlungen bei Vorauszahlungsart Zahlbetrag in offene Debitorenposten als Abwarten Kennzeichen gesetzt.
Diese Posten werden, bis die Abrechnung gebucht wird, beim automatischen Postenausgleich nicht berücksichtigt.
Optional kann im Feld Sperrgrund Abrechnung ein Sperrgrund eingetragen werden, der das Abwarten Kennzeichen für Abrechnung im Debitorenposten näher erläutert (z. B. Abrechnung).
Hinweis
Dieses Feld wird beim Anlegen der Abrechnung immer abgefragt, auch bei Vorauszahlungsart Sollbetrag. Das hier hinterlegte Abwarten Kennzeichen wird auch beim Bericht Ausbuchen offener Vorauszahlungen abgefragt. Posten, die dieses Abwarten Kennzeichen haben, werden mitberücksichtigt, abweichende Abwarten Kennzeichen hingegen nicht.
In der Länderversion Österreich kann im Feld Unecht St.Bef. MwSt.Gesch.Bgr. eine entsprechende Geschäftsbuchungsgruppe für die Verrechnung von unecht steuerbefreiten Einheiten (z. B. Arztpraxen) eingetragen werden.
Dabei wird der nicht anrechenbare Steueranteil für die jeweilige Abrechnungsart (z. B. Betriebskosten), nur bei den unecht steuerbefreiten Einheiten abgerechnet.
Die Verteilung der nicht anrechenbaren Steueranteile erfolgt, wie bei anderen Kosten auch, über einen eigenen Verteilcode.
Zur besseren Lesbarkeit besteht die Möglichkeit im Inforegister Berichtsdarstellung die Abrechnungszeilen farblich zu hinterlegen.
Dafür wird in die Felder Hintergrundfarbe Tabellenkopf, Hintergrundfarbe 1 in der Tabellenzeile, Hintergrundfarbe 2 in der Tabellenzeile bzw. Hintergrundfarbe Tabellenfuß die Farbbezeichnung aus Visual Studio eingetragen. Über Verfügbare Hintergrundfarben können die Farbbezeichnungen von Visual Studio mit der entsprechenden farblichen Ausgabe als Beispiel ausgegeben werden.
Im Feld Format Dateiname für Stapeldruck kann die Zusammensetzung des Dateinamens gewählt werden, diese Einstellung wird sowohl bei der ZIP-Ordner mit einzelnen PDF Dateien als auch bei der PDF-Stapeldruckdatei verwendet:
Alternativ kann der HEX-Farbcode eingetragen werden, der mit kostenlosen Tools aus dem Internet (https://html-color-codes.info/webfarben_hexcodes) ermittelt werden kann. Der Farbwert kann mit vorangestellter Raute in die Hintergrundfarben-Felder eingetragen werden (z. B. #9396AE).
Hinweis
Microsoft Empfehlung: „WhiteSmoke“ und „“ für die abwechselnden Hintergründe. Zusätzlich können Tabellenkopf und -fuß mit „LightGray“ eingestellt werden.
Im Inforegister Sonstiges kann angegeben werden, wie viele Stellen bei den Verteilungscodes in der Abrechnung verwendet werden sollen.
Abrechnungsart
Die Abrechnungsarten sind die oberste Ebene der Abrechnungseinstellung. Damit wird RELion mitgeteilt, für welchen Bereich (Betriebskosten, Heizkosten etc.) die Abrechnung erstellt werden soll.
Wichtig
Die Abrechnungsarten sind in RELion zwingend erforderlich. Auch wenn keine Unterteilung der Abrechnungsarten benötigt wird, muss mindestens eine eingerichtet werden, da über die Abrechnungsarten die Einstellung der Konten für die Buchung der Abrechnungsergebnisse und der Sollstellungen erfolgt.
In der RE Einrichtung wird in der Objektkarte die Tabelle Abrechnungsart geöffnet.
Im Feld Code wird ein Identifikationskürzel vergeben. Dieses Kürzel wird bis in die Buchhaltung mitgeführt, um spätere Auswertungen bezogen auf die Abrechnungsarten durchführen zu können.
Im Feld Beschreibung wird eine Bezeichnung der Abrechnungsart eingetragen. Diese wird auf den Ausdrucken verwendet.
Hinweis
Sofern ein einheitenbezogenes Darlehen mit der Abrechnung verrechnet werden soll, wird auch mindestens eine Abrechnungsart für Darlehen benötigt.
Abrechnungsarten für Rücklage sind entsprechend zu kennzeichnen. Durch dieses Kennzeichen können später in der Länderversion Deutschland die Umbuchungen für Rücklagen automatisch durchgeführt werden. Auch werden Abrechnungsarten mit diesem Kennzeichen nicht abgerechnet.
Wenn die Abrechnung immer für den zum Zeitpunkt der Abrechnungserstellung aktuellen Vertragspartner gestellt werden soll, wird im Feld Abrechnung an aktuellen Vertragspartner ein Haken gesetzt. Hier gibt es Unterschiede zwischen Deutschland und Österreich. In Österreich erhält immer der aktuelle Mieter die Jahresabrechnung, dabei ist es unerheblich, ob er im Abrechnungszeitraum Mieter war. In Deutschland wird dies für die korrekte Abrechnung der Eigentümerabrechnungen benötigt.
Wichtig
Die Verwendung der Funktion Abrechnung an aktuellen Vertragspartner ist in Verbindung mit Umlageausfallwagnis nicht möglich.
Heizkosten in der Länderversion Österreich
Damit die S-Sätze in den Abrechnungszeilen beim Holen der Detailwerte aus Heizkosten richtig verarbeitet werden, ist eine Einrichtung in den Abrechnungsarten erforderlich. Bei Bedarf werden die Spalten Heizkosten S-Satz Feld 1 (A) und Heizkosten S-Satz Feld 2 (A) eingeblendet. Die Abrechnungsarten werden beispielsweise wie folgt eingerichtet:
Abrechnungsart Buchungsmatrix
Zusätzlich zur Liste Abrechnungsart wird die Liste Abrechnungsart Buchungsmatrix benötigt. Hier wird für jede verwendete Kombination aus Abrechnungsart und MwSt.-Geschäftsbuchungsgruppe ein Datensatz mit den dazugehörigen Konten angelegt. Diese Konten werden zur Findung des Steuersatzes und beim Buchen der Abrechnung benötigt. Über die Suche wird die Liste Abrechnungsart Buchungsmatrix oder über RE Einrichtung/Abrechnung geöffnet.
Im Feld Abrechnungsart wird der entsprechende Code ausgewählt. Dadurch wird das Feld Abrechnungsart Beschreibung automatisch gefüllt.
Im Feld MwSt.-Geschäftsbuchungsgruppe wird eine Buchungsgruppe aus der Tabelle Global-MwSt.-Geschäftsbuchungsgruppen ausgewählt. Dabei ist darauf zu achten, dass bei den Geschäftsbuchungsgruppen, deren Werte brutto (inkl. Steuer) in die Abrechnung einfließen sollen, im Feld Steuerfrei Bruttobeträge ein Ja steht. In der Abrechnungsart Buchungsmatrix werden in den weiteren Feldern die benötigten Konten für die Buchungen der Abrechnung eingegeben.
Wichtig
Es ist zwingend erforderlich in den Feldern Guthaben Abrechnung Konto und Nachzahlung Abrechnung Konto bei steuerpflichtigen Kombinationen auch Objekt-Konten zu hinterlegen, dessen Sachkonten steuerpflichtig sind. Der Steuersatz, der in der Abrechnung ausgewiesen wird, wird durch dieses Sachkonto bestimmt.
Hinweis
Sofern kreditorische Darlehen in der Abrechnung berücksichtigt werden sollen, werden in den Feldern Guthaben Abrechnung Konto und Nachzahlung Abrechnung Konto die entsprechenden Darlehenskonten ausgewählt.
Über Hole neue Kombinationen werden für alle in der Liste Abrechnungsart eingetragenen Codes jeweils pro MwSt.-Geschäftsbuchungsgruppe, die in der Liste Global-MwSt.-Geschäftsbuchungsgruppen hinterlegt ist, eine Zeile erstellt.
Verteilungen
Eine weitere zwingende Vorarbeit ist das Einrichten der Verteilungen (Umlagen). Mit diesen wird RELion mitgeteilt, welche Verteilungsarten für die Objekte oder Einheiten eingerichtet werden können.
Über die Suche wird die Tabelle Global-Verteilungen geöffnet und eine leere Zeile erzeugt. Im Feld Code wird ein eindeutiger Code eingetragen, der aus Ziffern und Buchstaben bestehen kann. Im Feld Beschreibung wird eine kurze aussagekräftige Beschreibung zu diesem Code eingegeben.
Im Feld Standard wird bei den Verteilungen (z. B. m², Personen, Einheit) ein Haken gesetzt, die bei einer Neuanlage eines Objekts automatisch in die Objektverteilung aufgenommen werden sollen.
Objekt Vorlagekonten
Es besteht die Möglichkeit, für die Miet- bzw. WEG-Verwaltung jeweils einen eigenen Kontenstamm anzulegen. Bis auf die Verteilungsart können bereits in den Global-Objekt-Vorlagekonten die Parameter der Konten festgelegt werden. Dieser dient dann als Kopiervorlage für den objektbezogenen Kontenplan und kann in die Objekte bei Neuanlage eingelesen werden.
Mit der Suchfunktion wird die Tabelle Global-Objekt-Vorlagekonten geöffnet. Hier wird der gewünschte Code markiert und der dazugehörige Kontenrahmen über Global-Objekt-Vorlagekonten geöffnet.
Der Kontenrahmen in der Liste Global-Objekt-Vorlagekonten sollte möglichst auf dem aktuellsten Stand sein, um ein einfaches und fehlerfreies Anlegen des Objektkontenplans bei Neuanlage von Objekten zu ermöglichen. Da der Abrechnungslauf nur über die Objektkonten stattfindet, sind diese für die Richtigkeit der Abrechnung von entscheidender Bedeutung.
Nachfolgend die Erklärung in Bezug auf die zu erstellende Abrechnung. Einige der beschriebenen Felder sind standardmäßig nicht eingeblendet.
Für die Konten, die für die Abrechnung vorgesehen sind, sind die folgenden Felder entsprechend zu pflegen:
Bezeichnung
Erläuterung
Verwendung
Hier wird ausgewählt, welche Verwendung für dieses Konto vorgesehen ist. Dadurch wird definiert, ob dieses Konto beim Anlegen, z. B. der Abrechnungszeilen, berücksichtigt werden soll. Bei der Abrechnung werden die Optionen Abrechnung und Alles berücksichtigt. Weitere Wahlmöglichkeiten sind Wirtsch.-Plan und Sonderumlage. Diese werden in den Wirtschaftsplan- bzw. Sonderumlagezeilen ausgewertet.
Abrechnungsart
Hier wird die Abrechnungsart ausgewählt, die bei diesem Konto für die Abrechnung verwendet wird, wie beispielsweise BK-VZ für Betriebskosten. Diese Abrechnungsart dient der Zuweisung von Vorauszahlungen zu Kosten und zur Gruppierung auf der Einzelabrechnung.
Verteilungscode
Hier kann ein Verteilcode ausgewählt werden (z. B.: MEA, QM etc.). Bei der Abrechnung werden die Kosten entsprechend des eingetragenen Verteilungscodes auf die einzelnen Einheiten umgelegt.
Nicht umlagefähig
Hier werden die Konten gekennzeichnet, deren Kosten nicht auf Mieter umgelegt werden dürfen. Diese Kosten werden in der WEG-Abrechnung gekennzeichnet und in einem gesonderten Abschnitt pro Abrechnungsart ausgewiesen.
Geschäftsvorfall-Code
In der Tabelle RE Geschäftsvorfall-Code können die Codes beispielsweise für Abrechnungen, Wirtschaftspläne etc. gepflegt werden.
Im Feld Geschäftsvorfall wird eine Auswahl getroffen (z. B. Abrechnung).
Ein sprechender Code, wie z. B. BK2017, wird eingegeben. Dabei können max. 10 Zeichen verwendet werden.
Der Text, der im Feld Beschreibung eingetragen wird, wird auf der Abrechnung als Überschrift angedruckt und als Buchungstext verwendet.
Danach wird über die Felder Datum von und Datum bis die Abrechnungsperiode bestimmt.
Im Feld Datum Abrechnung/Wirtsch.Plan wird das Datum der Abrechnungserstellung eingegeben. Dieses wird beim Anlegen der Abrechnung über Abrechnung anlegen vorbelegt, kann aber jederzeit geändert werden.
Sofern der Haken im Feld Abrechnung an aktuellen Vertragspartner in der Tabelle Abrechnungsart gesetzt wurde, werden auch alle Mieter- bzw. Eigentümerwechsel bis zu diesem Zeitpunkt berücksichtigt.
Abrechnung Objekt Vorlage
Als Grundlage für die späteren Abrechnung Objekt Karte können verschiedene Vorlagen erstellt werden. In diesen wird zum Beispiel bestimmt, welche Buchungsmethoden und Druckoptionen bei den einzelnen Abrechnungen generell angewendet werden sollen. Diese können später in der Abrechnung Objekt Karte jederzeit individuell geändert werden. Über die Suche wird die Tabelle Abrechnung Objekt Vorlage geöffnet.
Zum Erstellen einer neuen Vorlage wird mit +Neu die Abrechnung Objekt Vorlage Karte geöffnet.
Diese ist ähnlich aufgebaut wie die Abrechnung Objekt Karte. Zuerst wird Eigentümer/Mieter ausgewählt, für welches Objektkennzeichen die Vorlage angewendet werden soll.
Über die Felder Buchungsmethode und Vorauszahlungsart wird die Buchungskombination bestimmt.
Alle anderen Vorgaben, die in den Inforegistern Allgemein, Datenquelle, Druckoptionen und Vorauszahlungen gemacht werden können, vereinfachen das spätere Anlegen der einzelnen Abrechnungen.
Hinweis
Es wird empfohlen, Vorlagen ohne Abrechnungscode und Objektnr. anzulegen. Diese können jedes Jahr verwendet werden und erleichtern vor allem beim Anlegen der Abrechnungen im Stapel die Arbeit.
Über die Funktion Druckoptionen eintragen werden mithilfe des Berichts Abrechnung Objekt Druckoptionen eintragen, die in der ausgewählten Abrechnung Objekt Vorlage Karte definierten Druckoptionen in bereits erstellte Abrechnungen eingetragen. Im Bericht Abrechnung Objekt Druckoptionen eintragen kann bis auf einzelne Abrechnungen gefiltert werden.
Hinweis
Der Bericht Abrechnung Objekt Druckoptionen eintragen kann jederzeit gestartet werden. Dabei werden bei allen angesprochenen Abrechnungen die entsprechenden Druckoptionen eingetragen. Eventuell vorhandene Druckoptionen werden dabei überschrieben.
Geschäftsbeziehungsklassen
Unter den Geschäftsbeziehungsklassen wird definiert, welcher Bericht in wie vielen Ausfertigungen (jeweils abhängig von den Eintragungen in den einzelnen Einheiten) als Original oder Duplikat gedruckt werden soll.
Über die Suche werden die Global-Geschäftsbeziehungsklassen geöffnet und eine leere Zeile erzeugt.
Im Feld Geschäftsbeziehungsklasse wird für die Bericht-Zuordnung eine der folgenden Geschäftsbeziehungsklassen ausgewählt:
Vertragspartner
Zahler
Bewohner / Nutzer
Beirat
Mitglied
Info
Über das Feld Drucken wird bestimmt, ob für die ausgewählte Geschäftsbeziehung ein Original oder ein Duplikat gedruckt werden soll. Bei der Verwendung eines Duplikats wird dies im Kopf des Ausdrucks eingetragen.
Wichtig
Wenn ein Bericht mehrmals verwendet wird, darf nur eine Ausfertigung in der Spalte Drucken als Original gekennzeichnet sein. Alle weiteren müssen als Duplikat eingestellt werden. Der Duplikat-Druck wird nicht bei allen Berichten unterstützt!
Im Feld Dokument-ID wird der Bericht ausgewählt, dem eine Geschäftsbeziehungsklasse zugeordnet werden soll.
Für die Abrechnung wird die ID 5052276 Abrechnung Belege erzeugen ausgewählt, da dieser Bericht die Informationen an die eigentlichen Belege weitergibt.
Berichtsauswahl
RELion bietet die Möglichkeit, alle Berichte, die zum Drucken der Abrechnung und deren Umfeld gehören, übersichtlich im Fenster RE Berichtsauswahl einzutragen.
Zunächst wird über die Suche das Fenster RE Berichtsauswahl geöffnet. Für die Abrechnung wird im Dialogfeld VerwendungRE Abrechnung Mieter oder RE Abrechnung Eigentümer ausgewählt. Dadurch werden bereits zugeordneten Berichte angezeigt.
Über Initialisieren werden alle von RELion vorgesehenen Standardberichte eingespielt. Soll ein weiterer Bericht in der Liste verwendet werden, wird in einer neuen Zeile im Feld Bericht ID die Berichtnummer eingetragen. Im Feld Beschreibung wird dabei automatisch die Bezeichnung des Berichts eingetragen.
Hinweis
Sofern im Wirtschaftsplan Zahlscheine verwendet werden, wird empfohlen, ohne Duplexdruck zu arbeiten.
Es besteht die Möglichkeit zu definieren, ob die Seiten in der Betriebskostenabrechnung nummeriert werden. Dazu wird beim PDF Stapeldruck Abrechnung in folgenden Feldern entsprechend der Haken gesetzt:
Drucke Seitennr. - Dieses Feld wird aktiviert, wenn in der Betriebskostenabrechnung auch eine Seitennummerierung für die Anlagen (z. B. Einzelabrechnung, Vorauszahlung im Detail etc.) gewünscht wird.
Seitennr. fortsetzen - Dieses Feld wird aktiviert, wenn in der Betriebskostenabrechnung die Seitennummerierung fortlaufend gewünscht wird.
Dabei werden die PDF-Anlagen, SEPA-Lastschriftmandate, Mitteilungen von Bankverbindungen und Zahlscheine nicht mitnummeriert. Wenn das Feld Drucke Seitennr. aktiviert ist, das Feld Seitennr. fortsetzen aber nicht, dann beginnt jeder Einzelbeleg (z. B. Einzelabrechnung, Vorauszahlung im Detail etc.) mit 1.
Hinweis
Diese Felder können nur bei den Berichten PDF Stapeldruck Abrechnung und PDF Stapeldruck Wirtschaftsplan verwendet werden. Die Seitennummerierung kann auch für den Wirtschaftsplan eingerichtet werden.
Wichtig
Für den Druck der Abrechnung wird der PDF Stapeldruck Abrechnung benötigt. Dieser startet beim Druck die dazugehörigen untergeordneten Belege. Es darf jeweils nur ein Bericht pro Berichtstyp in der RE Berichtsauswahl eingetragen sein.
Voreinstellungen im Objekt
Dazu wird über die Suche die Tabelle Objekte geöffnet und das zu bearbeitende Objekt ausgewählt.
Hier sind einige abrechnungsrelevante Eintragungen vorzunehmen.
Objekt Konten
In den Objekt Konten werden die Einrichtungen, die in der Liste Global-Objekt-Vorlagekonto vorgenommen wurden, beim Holen der Konten mit übernommen. Diese können hier objektspezifisch angepasst werden.
Es ist zu prüfen, ob bei den Objekt Konten alle abrechnungsrelevanten Informationen hinterlegt sind. Bei Bedarf können hier die Einrichtungen objektspezifisch geändert werden.
Zusätzlich wird im Feld Verteilungsart bestimmt, wie die Kosten des Kontos aufgeteilt werden. Standardmäßig ist Zeitanteilig vorbelegt.
Folgende Möglichkeiten stehen zur Wahl:
Zeitanteilig - Dabei werden die im Abrechnungszeitraum angefallenen Kosten, auf die in diesem Zeitraum aktiven Vertragspartner, anteilig nach dem Umlagefaktor tagesgenau aufgeteilt.
Festbetrag - Die Verteilung der angefallenen Kosten im Abrechnungszeitraum erfolgt dabei nicht automatisch. In der Abrechnung Zeilen Festwerte werden vom Anwender manuell die Kosten auf die einzelnen Einheiten verteilt.
Heizkosten und Darlehenswerte können auch über den Bericht Abrechnung Detailwerte holen eingespielt werden.
Kein Zeitanteil - Die im Abrechnungszeitraum angefallenen Kosten werden nach dem Umlagefaktor verteilt. Dabei findet keine zeitanteilige Berechnung statt. Das Startdatum der Einheitenverteilung muss dabei im Abrechnungszeitraum sein. Dies wird vor allem für die Abrechnung von Zählerständen benötigt.
Hinweis
Sofern die Verteilungsart kein Zeitanteil verwendet wird, ist im dazugehörigen Verteilungscode der Haken Absoluter Faktor zu setzen. Außerdem ist im Feld Verteilungscode Wirtschaftsplan ein abweichender Verteilungscode einzutragen, da im Wirtschaftsplan die Werte abweichend von der Eintragung im Objekt Konto zeitanteilig berücksichtigt werden.
Heizung
Hier kommt die gleiche Funktionalität wie bei Festbetrag zum Tragen. Es kann zur Unterscheidung für die Heizungskosten verwendet werden.
Wasser
Auch hier kommt die gleiche Funktionalität wie bei Festbetrag zum Tragen. Es kann zur Unterscheidung für die Wasserkosten verwendet werden.
Für das Einspielen der Daten aus dem Heizkostenaustausch in die Abrechnung wird bei dem Objektkonto, über das die Heizkosten verteilt werden sollen, die Verteilung auf Festbetrag oder Heizung gesetzt.
Über Bearbeiten wird die dazugehörige Objekt Konten Karte geöffnet und hier im Inforegister Heizkosten im Feld Schlüssel Kostenart der beim Heizkostendatenaustausch verwendete Schlüssel eingetragen.
Objekt Verteilung
Das Fenster Objekt Verteilungen wird im Menüband der Objektkarte geöffnet und beinhaltet alle Verteilungscodes, die im Objekt verwendet werden.
Hinweis
Neben der Kostenumlage über Verteilfaktoren pro Einheit, können auch Kosten den Einheiten/-historien, direkt zugeordnet werden (z. B. Heizkosten von einem Ablesedienst, die direkt erfasst bzw. eingelesen werden). Für diese ist kein Verteilcode notwendig. Diese Festwerte werden in der Abrechnung direkt erfasst.
Von RELion werden beim Anlegen des Objekts im Feld Verteilungscode, die in den Global-Verteilungen als Standard gekennzeichneten Verteilungscodes vorbelegt. Hier können weitere Codes ausgewählt werden. Dadurch wird die dazugehörige Beschreibung eingetragen.
Im Feld Beschreibung auf Abrechnung wird bestimmt, ob auf der Abrechnung der Verteilungscode oder die dazugehörige Beschreibung als Erläuterung angedruckt wird. Bei einer unterjährigen Veränderung des Gesamtwertes der Verteilung (z. B. Quadratmeter, Personen) wird im Feld Hochrechnung ausgewählt, ob eine Hochrechnung auf Tag oder Jahr durchgeführt werden soll. Dies wirkt sich auf das Layout der Abrechnung aus.
Die Hochrechnung kommt bei der Verteilungsart Zeitanteilig zum Tragen und berücksichtigt automatisch die Änderungen im Gesamtverteilfaktor.
Wenn bei einer Verteilung mit absoluten Verbrauchswerten wie z. B. Wasserverbrauch gearbeitet wird, wird im Feld Absoluter Faktor ein Haken gesetzt.
Hinweis
Absoluter Faktor sollte bei einem Verteilungscode nur in Verbindung mit der Verteilungsart Festbetrag, Heizung, Wasser bzw. kein Zeitanteil verwendet werden.
In der Tabelle Objekt Verteilungen wird die Funktion Faktor aktualisieren gewählt, anschließend öffnet sich eine Abfrage, mit der entschieden werden kann, ob alle Objektverteilfaktoren aktualisiert werden sollen oder nur die aktuelle Zeile.
Nach Bestätigung der Abfrage mit OK besteht in einer weiteren Abfrage die Auswahl, ob die Faktoren auch für alle relevanten Objekt-Konten geändert werden sollen. Dabei bleiben bereits erstellte Abrechnungs-, Wirtschaftsplan- und Sonderumlagezeilen unverändert.
Nach Beendigung des Vorgangs erscheint eine Mitteilung, wie viele Aktualisierungen durchgeführt wurden, und im Feld Stichtag wird von RELion das aktuelle Datum eingetragen.
Im Menüband der Objekt Verteilungen können die Einheitenverteilungen geöffnet werden. Über die Funktion Verteilungswerte kopieren wird der gleichlautende Bericht geöffnet. Mithilfe dieses Berichts können innerhalb eines Objekts Verteilungswerte von einem Verteilungscode in einen anderen kopiert werden.
Von welchem Verteilungscode nach welchem Verteilungscode kopiert werden soll, wird im Inforegister Optionen ausgewählt. Zusätzlich kann bestimmt werden, ob vorhandene Werte überschrieben und Nullwerte mit kopiert werden sollen. Auch die Vorgabe eines bestimmten Datumsbezugs ist möglich.
Im Inforegister Einheit Verteilung ist bereits auf das Objekt gefiltert. Bei Bedarf kann die Filterung auf die Einheitennummer erweitert werden. Die Verarbeitung wird mit OK gestartet.
In den Objekt Verteilungen besteht im Menüband im Bereich Berichte über Verteilfaktoren Einheiten die Möglichkeit, mithilfe des sich öffnenden Berichts Verteilfaktoren Einheiten für das aktuelle Objekt ein oder mehrere Verteilungscodes aufgeschlüsselt auf die einzelnen Einheiten auszugeben.
Im Inforegister Optionen wird über die Felder Von Datum und Bis Datum der zu betrachtende Zeitraum bestimmt.
Einheitenverteilung
In der Einheitenverteilung werden Verteilcodes und Werte eingetragen, welche die einzelnen Einheiten betreffen. Die Grundeinstellung der Standardverteilcodes kann hier einheitenbezogen ergänzt werden.
Von der Objektübersicht wird über die Suche Verteilungen die Liste Objekt Verteilungen aufgerufen. Danach werden die Einheit Verteilungen ausgewählt.
Über das Feld Einheitennr. ist ersichtlich, für welche Einheit die Verteilung gültig ist.
Vom System werden im Feld Verteilungscode, die in den Global-Verteilungen als Standard gekennzeichneten Verteilungscodes vorbelegt.
Im Feld Startdatum wird eingetragen, ab wann der Verteilungscode wirksam ist. Über dieses Datum wird auch gesteuert, zu welcher Einheitenhistorie der Faktor gehört. Der Wert, mit dem die Einheit an der Gesamtumlage beteiligt ist, wird im Feld Faktor eingegeben.
Wichtig
Sollte eine Änderung des Verteilcodes erforderlich werden, darf der aktuelle Code nicht gelöscht werden!
Änderungen können entweder im Fenster Einheit Verteilungen vorgenommen werden, indem eine neue Zeile angelegt und in diese der Verteilcode nochmal mit dem geänderten Wert erfasst wird. Als Startdatum wird dann das Datum genommen, ab dem die Änderung wirksam ist. Dabei wird automatisch bei der „alten” Zeile ein Enddatum zur Information eingetragen.
Als weitere Möglichkeit können Änderungen im Fenster Einheiten Verteilungen Matrix erfasst werden, indem im Feld Startdatum Verteilung das Datum, ab wann die Änderung zu tragen kommt, eingetragen und dann in der entsprechenden Spalte der Verteilcode geändert wird.
Einheitenverteilungen Matrix
Mit der Einheiten Verteilungen Matrix steht ein komfortables, übersichtliches Fenster zur Verfügung, mit dem die Verteilfaktoren gegenübergestellt werden können.
Das Fenster Objekt Verteilungen und dann die Verteilungen Matrix werden geöffnet.
Beim Öffnen des Fensters ist im Feld Startdatum Verteilung das aktuelle Arbeitsdatum vorbelegt. Dieses kann hier manuell geändert werden. In den Zeilen werden die Werte, die zu diesem Datum gültig sind, fett angezeigt. Werte, die aktuell nicht gültig sind, werden hellgrau angezeigt.
Hinweis
Die Werte, die zum Startdatum Verteilung nicht gültig sind, werden hellgrau angezeigt. Aus technischen Gründen werden diese nicht unbedingt mit dem richtigen Faktor angezeigt.
Wenn sich der Faktor geändert hat, wird auch in den inaktiven Zeilen der aktuell gültige Faktor ausgegeben.
Beispiel:
Einheit 003 wurde zum 10.04.2017 vermietet – die Anzahl Personen hat sich deswegen zu diesem Stichtag geändert.
Mit aktuellem Startdatum wird sowohl bei der aktuellen Einheit als auch bei der alten Einheit der Faktor 3,00 angezeigt:
Wenn das Startdatum Verteilung auf den 08.04.2017 umgestellt wird, dann wird bei beiden Historien der Faktor 2,00 angezeigt:
Mit Datum um einen Monat vermindern und Datum um einen Monat erhöhen kann jeweils monateweise zurück oder weiter gesprungen werden.
Bei Bedarf wird im Feld Erfassung Verteilungscode eine Verteilung ausgewählt. Erfolgt kein Eintrag, werden bis zu 12 beim Objekt hinterlegte Verteilcodes dargestellt.
Zusätzlich kann im Feld Datumsfilter ein Datum oder ein Zeitraum eingetragen werden. In den Zeilen wird dann die aktive Verteilung zum eingestellten Zeitpunkt angezeigt.
Wichtig
Eingaben in den Feldern Startdatum Verteilung, Erfassung Verteilungscode und Datumsfilter werden erst nach dem Aktualisieren (F5) wirksam.
Mit Objektverteilung aktualisieren (per Startdatum) werden die Änderungen für die Verteilungen zum Stichtag des eingetragenen Startdatum Verteilung in die Objektverteilung und bei allen Objektkonten eingetragen, bei denen dieser Verteilcode hinterlegt ist.
Auf jedem einzelnen Feld in der Matrix können die Faktoren im zeitlichen Verlauf per AssistButton überprüft werden. Dabei wird das auf die Einheit und den Verteilcode gefilterte Fenster Einheit Verteilungen geöffnet.
Einstellungen in der Einheit
Über die Suche wird die Einheitenvertragsübersicht ausgewählt und die Einheitenvertrag Karte geöffnet, die bearbeitet werden soll.
Vertragsbeginn/-ende
In der Einheitenvertrag Karte sind im Inforegister Einheitenvertrag der Vertragsbeginn und eventuell das Vertragsende eingetragen. Diese Felder bestimmen in erster Linie den Zeitanteil für die Abrechnung, sind aber auch ein wichtiges Kriterium für die Ermittlung und Darstellung möglicher neuer Betriebskostenvorauszahlungen.
Abrechnungsdruck
Im Inforegister Abrechnung/Wirtschaftsplan besteht die Möglichkeit zu entscheiden, ob und wie die Betriebskostenabrechnung für die ausgewählte Einheit gedruckt werden soll.
Abrechnungskreise allgemein
Ein Abrechnungskreis (AK) ist eine Teilmenge von Einheiten eines Objekts. Er umfasst mindestens eine Einheit und maximal sämtliche Einheiten eines Objekts. Die Zuordnung einer Einheit zu einem Abrechnungskreis ist zeitabhängig. Die Felder Vertragsbeginn/-ende des Einheitenvertrages werden dabei bei der Kostenumlage beachtet.
Auf Abrechnungskreise kann gebucht werden.
Ein Gebäude mit mehreren Nutzungsarten (z. B. Wohnung und Gewerbe) bildet ein Objekt. Bestimmte Kosten sollen pro Nutzungsart umgelegt werden. Dazu werden für das Objekt entsprechende Abrechnungskreise angelegt und gebucht. Die Nebenkostenabrechnung ermittelt die Kosten pro Abrechnungskreis und legt diese auf die daran beteiligten Einheiten um.
Zwei benachbarte Objekte haben einen gemeinsamen Mülltonnenplatz. Die Kostenumlage erfolgt insgesamt nach m² Wohnfläche. Es wird ein objektübergreifender Abrechnungskreis angelegt. Die anfallenden Müllkosten werden auf eines der beiden beteiligten Objekte gebucht und dem Abrechnungskreis zugeordnet. Die Abrechnung ermittelt die Gesamtkosten für den Abrechnungskreis und legt diese nach Gesamt m² Wohnfläche auf alle beteiligten Einheiten um.
In einem Gebäude mit fünf Stockwerken ist ein Aufzug montiert. Die Aufzugskosten sollen pro Stockwerke mit unterschiedlichen Prozentwerten umgelegt werden. Dies geschieht durch Aufteilungsregeln.
Die Kosten der Rohrreinigung sollen einer einzigen Einheit berechnet werden. Es wird ein Abrechnungskreis angelegt, dem nur die betroffene Einheit zugeordnet wird. Die umzulegenden Kosten werden auf diesen Abrechnungskreis gebucht.
Die Wasserkosten von einem Wasserrohrbruch sollen in der Abrechnung zwar ausgewiesen aber nicht umgelegt werden. Die entsprechenden Kosten werden auf einen Abrechnungskreis gebucht, dem keine Einheiten zugeordnet sind und der als Vorwegabzug gekennzeichnet ist.
Anlegen von Abrechnungskreisen per Stapelverarbeitung
Mit der folgenden Stapelverarbeitung können für vorhandene Objekte die wichtigsten Abrechnungskreise automatisch angelegt bzw. aktualisiert werden.
In der Objektkarte wird Abrechnungskreise geöffnet. Im Inforegister RE Objekt ist bereits auf das Objekt gefiltert. Bei Bedarf kann dieser manuell geändert werden.
Nachfolgende Abrechnungskreise können im Inforegister Optionen aktiviert werden, um sie mithilfe der Stapelverarbeitung anzulegen:
Bezeichnung
Erläuterung
AK Objekt anlegen
Hier wird für jedes Objekt der Standard-Abrechnungskreis mit dem Code OBJEKT angelegt. Dabei wird jeder vorhandene Einheitenstamm des Objekts automatisch diesem Abrechnungskreis zugeordnet. Als Beschreibung wird Objekt + Objektbeschreibung eingetragen.
AK Objekt in Objektkonten
Hiermit werden den Objektkonten, die in der Spalte VerwendungAlles, Abrechnung oder Wirtsch.Plan enthalten, der Standard-Abrechnungskreis OBJEKT zugewiesen. Dieser wird dann nach Eingabe der Kontonummer in der Buchblattzeile vorbelegt.
AK Nutzungsarten anlegen
Für jede in der Liste Global-Nutzungsarten angelegte Nutzungsart wird ein eigener Standard-Abrechnungskreis angelegt. Die Codes und Beschreibung der Abrechnungskreise sind gleichlautend der Nutzungsartencodes und Beschreibung. Die Einheiten werden je nach eingetragener Nutzungsart den Abrechnungskreisen automatisch zugeordnet.
AK Gebäude und Hauseingänge anlegen
Pro Gebäude und/oder Hauseingang wird hiermit ein eigener Standard-Abrechnungskreis gebildet. Der Name dieses Abrechnungskreises besteht aus dem Code des Gebäudes bzw. Hauseinganges. Damit diese Abrechnungskreise angelegt werden können, sind diese in den Einheitenstamm Karten zu hinterlegen. Die Einheiten werden je nach eingetragenem Gebäude und Hauseingang automatisch zugeordnet.
AK je Einheitenstamm anlegen
Für jede Einheit wird ein Standard-Abrechnungskreis erstellt. Der Code ist gleichlautend mit der Einheitennummer.
Filter Nutzungsart
Hier kann die Nutzungsart(en) ausgewählt werden, für die Abrechnungskreise angelegt werden sollen. Dieser Filter ist abhängig von der Auswahl der Felder AK Nutzungsart anlegen und/oder AK je Einheitenstamm anlegen.
Diese Verarbeitung legt für ein Objekt, mehrere oder alle Objekte die Standard-Abrechnungskreise an.
Wichtig
Die Erstellung des Standard-Abrechnungskreises OBJEKT ist für die Abrechnung zwingend erforderlich.
Hinweis
Diese Stapelverarbeitung kann jederzeit zur Aktualisierung der Abrechnungskreise erneut gestartet werden. Das trifft zum Beispiel dann zu, wenn weitere Einheiten eingerichtet wurden. Es werden dabei nur Standard-Abrechnungskreise aktualisiert. Manuell angelegte Abrechnungskreise werden nicht berücksichtigt.
Anlegen von Abrechnungskreisen (manuell)
Die Liste Objekte wird geöffnet, danach wird auf die Zeile des zu bearbeitenden Objektes geklickt.
Über die Option Abrechnungskreise wird das Fenster Abrechnungskreis Übersicht geöffnet.
In diesem Fenster wird eine neue Zeile mit folgenden Angaben angelegt:
Bezeichnung
Erläuterung
Code
Hier wird ein eindeutiger Code für den Abrechnungskreis eingegeben.
Objektübergreifend
Mit diesem Feld wird bestimmt, dass der Abrechnungskreis für dieses Objekt objektübergreifend ist, d.h. Buchungen anderer Objekte innerhalb der Zuständigkeitseinheit mit identischem Abrechnungskreis und Einstellung werden hier objektübergreifend berücksichtigt.
Filter teilnehmende Objekte
Hier werden die Objekte eingetragen, für die der Abrechnungskreis bei Option Objektübergreifend wirksam ist. Dabei ist zu beachten, dass in allen daran teilnehmenden Objekten der identische Abrechnungskreis mit dem gleichen Filter Teilnehmende Objekte eingetragen sein muss.
Vorwegabzug
Hiermit wird ein Abrechnungskreis gekennzeichnet, um vorweg abgezogene Kosten in der Abrechnung darzustellen. Wichtig: Da diese Kosten nicht verteilt werden sollen, dürfen diesem Abrechnungskreis keine Einheiten zugeordnet werden.
Beschreibung
Hier wird eine Bezeichnung des Abrechnungskreises eingegeben. Diese wird in den Abrechnungszeilen in Kombination mit der Beschreibung des Objektkontos eingetragen. Wenn mehr als ein Abrechnungskreis pro Objektkonto verwendet wird, wird diese Kombination dann auch in der Einzelabrechnung angedruckt. Zusätzlich wird diese Beschreibung zur Erläuterung des Abrechnungskreises in den Fußnoten in der Einzelabrechnung ausgegeben.
Hier werden zusätzliche Erläuterungstexte für den Abrechnungskreis eingetragen. Dieser Text wird in der Abrechnung mit angedruckt.
Zuordnen von Einheiten zu Abrechnungskreisen (allgemein)
Jede Einheit kann beliebig vielen Abrechnungskreisen zugeordnet werden. An einem Abrechnungskreis kann eine Einheit aber nur einmal beteiligt werden. Die Beteiligung kann zeitabhängig über das Startdatum bzw. Enddatum gesteuert werden.
Von der Tabelle Abrechnungskreis Übersicht kann über die Suche die Funktion Einheiten zuordnen ausgewählt werden, um die Einheitenstämme zu öffnen.
Die Einheit/-en, die dem Abrechnungskreis zugeordnet werden sollen, werden markiert und mit OK bestätigt.
Nach einer Sicherheitsabfrage, ob diese wirklich übernommen werden sollen, werden die markierten Einheiten in den Abrechnungskreis Beteiligungen übernommen. Diese können anschließend über die Funktion Beteiligte Einheiten überprüft werden.
Objektübergreifende Abrechnungskreise
Der objektübergreifende Abrechnungskreis wird für Kosten verwendet, die auf mehrere Objekte aufgeteilt werden sollen. Dies kommt häufig bei Kosten, wie zum Beispiel für die Pflege der Außenanlagen, den Winterdienst, etc. vor.
Dazu wird im Fenster Abrechnungskreis Übersicht der entsprechende Abrechnungskreis im Feld Objektübergreifend gekennzeichnet.
Zusätzlich werden im Feld Filter teilnehmende Objekte die Objektnummern aller beteiligten Objekte eingetragen. Damit wird erreicht, dass bei der Saldenermittlung nicht alle Posten des Mandanten durchsucht werden müssen, sondern nur die Objekte, bei denen der objektübergreifende Abrechnungskreis eingerichtet ist. Diese Posten werden dann in der Abrechnung aufsummiert.
Bei der automatischen Berechnung des 100 % Faktors werden dann alle Einheitenverteilungen des gesamten Abrechnungskreises aufsummiert. Zur Unterscheidung dazu findet sich im 100 % Faktor Objekt die Summe aller Einheitenverteilungen aus dem aktuellen Objekt. Beide Felder befinden sich in den Abrechnungszeilen.
Wichtig
In allen beteiligten Objekten muss dieser Abrechnungskreis mit den gleichen Informationen angelegt werden.
Aufteilungsregeln für Abrechnungskreise
Es kann vorkommen, dass eine Rechnung für mehrere Abrechnungskreise gestellt wird. Sofern die Aufteilung auf die unterschiedlichen Abrechnungskreise aus der Rechnung individuell erfolgen soll, ist dies durch manuelles Anlegen entsprechender EK-Rechnungszeilen zu realisieren.
Beispiel:
Eine Rechnung für Müllgebühren enthält Teilbeträge für „Hausmüll“ und „Gewerbemüll“. Die Kostenumlage soll für Wohnungs- und Gewerbemieter getrennt erfolgen. Deshalb gibt es zwei Abrechnungskreise. Die Rechnung wird manuell aufgeteilt. D. h., es werden zwei Rechnungszeilen mit den jeweiligen Teilbeträgen auf die entsprechenden Abrechnungskreise gebucht.
Es gibt auch feststehende Vorverteilungen. Zum Beispiel die Aufteilung der Grundsteuer auf Wohnungen, Gewerbe und Garagen. Einem Abrechnungskreis kann deshalb eine Aufteilungsregel zugewiesen werden.
Die Aufteilungsregeln können bei der Abrechnungserstellung für Abrechnungszeilen angewendet werden. Dies schafft die Möglichkeit, zunächst auf einen Abrechnungskreis zu buchen und erst zum Zeitpunkt der Abrechnungserstellung aufzuteilen (ohne Umbuchungen).
Anlegen von Aufteilungsregeln
Auf der Objektkarte wird die Abrechnungskreis Übersicht geöffnet. Im Menüband wird über Details das Fenster Abrechnungskreis Aufteil.Regel ausgewählt. Hier wird eine neue Aufteilungsregel erstellt.
Abrechnungskreisauswahl an einem Objektkonto
Grundsätzlich stehen alle Abrechnungskreise für alle Objektkonten zur Verfügung. In der Praxis kann es vorkommen, dass bestimmte Buchungen nicht auf einen Abrechnungskreis gebucht werden dürfen. Darum können die zulässigen Abrechnungskreise eingeschränkt werden. Auf der Objektkarte wird über die Suche die Funktion Konten ausgewählt, und es öffnet sich die Liste mit den Objekt Konten.
Im nachfolgenden Beispiel soll die Position Gebäude und Glasversicherung nur für die Gewerbe-Einheiten über den Abrechnungskreis Gewerbe gebucht werden.
Das Konto öffnet sich durch Anklicken und im Inforegister Abrechnung/Wirtschaftsplan kann der Abrechnungskreis geändert werden. Beim Buchen der Glasversicherung wird beim Auswählen eines Abrechnungskreises nur dieser Abrechnungskreis angezeigt.
Hinweis
Wenn am Objektkonto ein Abrechnungskreis hinterlegt ist, dann wird dieser im Buch.-Blatt vorbelegt.
Berichtstexte Schnelleinrichtung
In RELion können im Anschreiben der Abrechnung die Texte über Berichtstexte definiert werden. Dazu wird über die Suche die Übersicht RE Berichtstexte geöffnet.
Hinweis
Wir empfehlen mindestens einen Berichtstext für Mietabrechnungen und einen Berichtstext für Eigentümerabrechnungen anzulegen.
Eine leere Aufgabenseite wird angelegt. Im Inforegister Allgemein wird im Feld Eigentümer/Mieter das Kennzeichen ausgewählt, für dessen Objekte Texte für das Abrechnungsschreiben erfasst werden sollen. Bei Bedarf kann bestimmt werden, dass diese Texte nur für einzelne Objekte, Abrechnungscodes oder sogar nur für einzelne Einheiten gelten sollen.
Hinweis
Beim Holen der Berichtstexte in die Abrechnung werden in folgender Reihenfolge die Inhalte der Felder geprüft:
Sofern der Text als Vorlage für individuelle Texte verwendet werden soll, wird das Feld Vorlage aktiviert.
In der Liste wird in der Spalte Positionierung die gewünschte Option ausgewählt:
Vortext:
Der Text wird vor den Abrechnungsposten im Anschreiben gedruckt.
Mitte:
Auf dem Abrechnungsanschreiben wird der Text nach den Abrechnungsposten und vor den neuen Vorauszahlungen gedruckt.
Wichtig
Wenn keine neuen Vorauszahlungen gebildet wurden oder die Druckoption Vorauszahlung Alt-Neu nicht aktiv ist, wird dieser Text nicht mit angedruckt.
Nachtext:
Der Text wird nach den Abrechnungsposten bzw. wenn vorhanden, nach den neuen Vorauszahlungen angezeigt.
Erläuterung allgemein:
Der Text wird in der Einzelabrechnung nach den Fußnoten angedruckt.
Hinweis § 35a:
Für die Anlage § 35a kann hier ein eigener Text erfasst werden, der dann über den Kostenpositionen gedruckt wird.
Der eigentliche Text wird im Feld Text eingetragen. Sollte der Text unterstrichen oder in Fettdruck gewünscht werden, wird in den entsprechenden Feldern ein Haken gesetzt.
Damit die Texte auch in die Abrechnung gezogen werden, wird über Berichtszuordnung die RE Berichtszuordnungen geöffnet.
Mit Neu wird eine neue Zeile angelegt und dort im Feld Bericht ID die Berichtnummer 5052276 für das Erzeugen der Abrechnungsbelege eingetragen.
Vordrucke für Bankmitteilungen und Einzugsermächtigungen können erzeugt werden, indem in einem bestehenden RE Berichtstext im Menüband über Initialisiere Text/Mitteilung Bankverbindung für Auszahlung bzw. SEPA Lastschriftmandat gestartet wird.
Hinweis
Diese Vordrucke werden benötigt, wenn in der Abrechnung die Druckoptionen Mitteilung Bankverbindung für Auszahlung und SEPA Lastschriftmandat aktiviert werden.
Bei Bedarf können dann noch Änderungen an dem Text vorgenommen werden.
Hinweis
Der neue Berichtstext wird nach den bisher erstellten Berichtstexten eingefügt. Es ist nicht notwendig, vorher einen neuen Berichtskopf anzulegen. Auch eine Berichtszuordnung ist nicht erforderlich! Nach dem Aktualisieren der Berichtstexte kann dieser geöffnet werden, um ihn zu überprüfen bzw. zu ändern.