Forderungsmanagement - Einführung
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Einführung
Der Bereich Forderungsmanagement ist ein Untermodul des Hauptmoduls Mahnwesen. Er beschreibt den Prozess, der an das reguläre Mahnwesen anschließt. Nach mehreren erfolglosen Mahnungen werden Forderungen an eine weiterführende Instanz übergeben, die verstärkte Maßnahmen zur Forderungsverfolgung einleitet. Diese Instanz kann eine interne Organisationseinheit oder eine extern beauftragte Stelle, beispielsweise eine Anwaltskanzlei, sein.
Technisch wird dieser Übergang dadurch abgebildet, dass der Vorgang im Modul Mahnwesen abgeschlossen und in eine sogenannte Mahnakte überführt wird. Aus einer registrierten Mahnung einer definierten Mahnstufe wird eine Mahnakte erstellt. Die betroffenen Debitorenposten werden entsprechend gekennzeichnet.
Die Mahnakte bildet das zentrale Element des Inkassoprozesses. Sie dokumentiert alle wesentlichen Informationen zum Vorgang, insbesondere die Angaben zum Debitor sowie zu den betroffenen Debitorenposten einschließlich Einzel- und Gesamtsalden. Der aktuelle Bearbeitungsstand des Vorgangs wird systemseitig automatisch aktualisiert. Zahlungseingänge, A-Conto‑Zahlungen sowie Ausbuchungen werden in der Mahnakte fortlaufend und nachvollziehbar erfasst.
Sind Forderungen uneinbringlich, werden sie nach entsprechender Statusänderung über die Mahnakte ausgebucht. Damit gilt der Vorgang im Kontext der Mahnakte als abgeschlossen.
Zur weitergehenden Abbildung eines Rechtsfalls zu einem Vertrag, einschließlich Verfahrensart, Streitwert sowie einer Statushistorie, steht das Modul Rechtsfallverwaltung zur Verfügung.
Für die Bewertung von Verträgen im Hinblick auf Kündigungsgründe nach BGB, einschließlich der Darstellung von kündigungswürdigen Verträgen und der anschließenden Kündigungsmöglichkeit, ist das Modul Kündigungsvorschläge vorgesehen.